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Psychiatrisierung

 


15.11.2012

Hartz-IV-Schicksal: Ausgemustert vom Amt

Erklärt das Jobcenter Betroffene aus Kostengründen für psychisch krank?

http://www.freiepresse.de/LOKALES/CHEMNITZ/Hartz-IV-Schicksal-Ausgemustert-vom-Amt-artikel8134148.php

 


Juni 2006

Schon vor Jahren erschien in der Zeitschrift Widersprüche (26. Jahrgang, Juni 2006, S. 75-82) ein Aufsatz von Anne Ames und Frank Jäger unter dem Titel:

Die Arbeitsverwaltung als omnipotente Sozialarbeiterin
oder
der Bock als Gärtner.

Zur Korrumpierung sozialarbeiterischer Begriffe und Konzepte durch das Sozialgesetzbuch II

Dieser ist im Internet verfügbar unter Der Bock als Gärtner

 


November 2011

Bericht von der Veranstaltung vom 4.11.2011 in Köln:
Verwaltungsakt: "Sozial Behindert!"
Mit Abdel Malek (Bjistandsbond Amsterdam) und Nils Böhlke (Die Linke im Landtag NRW)

Anlass für dieses Thema war die o. g. Veranstaltung in Köln, aber eigentlich läuft die Psychiatrisierung schon lange in Deutschland, M. erinnert sich an einen Fall aus Sachsen-Anhalt, wo es weniger um die Anerkennung von multiplen Hemmnissen zum Zwecke der Vermittlung in eine geschützte Werkstatt ging, sondern um die Aberkennung jeglicher Zurechnungsfähigkeit, damit man die Erfolgschancen seiner Aktivitäten gegen den Mob (im US-amerikanischen Sinne) juristisch eingrenzen kann. Diesen mafiösen Filz gibt es aber nicht nur in den USA.

Es gibt viele Beispiele der Psychiatiriserung und schnell ist man dann gedanklich bei dem eugenischen Programm deutscher Vergangenheit.

 


Minderleistungsausgleich

Eigentlich gedacht als Arbeitgeberzuschuss bei Behinderten wurde dieser Gedanke
von der Diakonie weiter entwickelt um sich via öffentlich geförderter Beschäftigung (ohne Zusätzlichkeit) zum Fairholder Value Unternehmen entwickeln zu können.
EFAS- Bericht Nr. 4 vom 20.4.2011 Seite 11 vom Evangelischen Fachverband für Arbeit und soziale Integration erleutert die Ziele des Passiv-Aktiv-Transfers .

 


Juli 2011

HammSPD für „sozialen Arbeitsmarkt“

Die HammSPD begrüßt die gemeinsame Gesetzesinitiative für einen sozialen Arbeitsmarkt von SPD und Grünen im Düsseldorfer Landtag. „Damit wird eine zentrale Forderung der Hammer Sozialdemokraten auf den Weg gebracht“, erklärt deren Vorsitzende Monika Simshäuser. Die Koalitionsfraktionen in Düsseldorf planen einen dauerhaft geförderten sozialen Arbeitsmarkt für langzeitarbeitslose Menschen mit Vermittlungsproblemen.
http://www.hammspd.de/2011/07/hammspd-fur-%E2%80%9Esozialen-arbeitsmarkt%E2%80%9C/

 


August 2011

Doris Barnett im Gespräch mit Heinrich Alt Ludwigshafen, am 10. August 2011
Die SPD versucht mit diesem Thema zu punkten.
Als Alternative schlägt Alt staatliche Zuschüsse für Arbeitnehmer vor, die aufgrund langer Arbeitslosigkeit nur noch eingeschränkt leistungsfähig sind. Ein entsprechendes Modell für Behinderte - den sogenannten Minderleistungsausgleich - gebe es bereits.

Kirchen und Wohlverbände wittern eine Chance auf Kosten der Behinderten, Erwerbslosen und Beschäftigten eine weitere Umdrehung in der Lohnabwärtsspirale für sich und das Kapital einzuläuten.
Die SPD wird wohl wieder die Tarifautonomie retten wie zu Beginn von Hartz IV.
Nette Literatur:
Der Ludwigshafener Sozialdezernent Wolfgang van Vliet (SPD) begrüßte auf der Veranstaltung das Modell, Minderleistung staatlich zu subventionieren, warnte aber vor einer zu einseitigen Fokussierung auf die reguläre Beschäftigung. Für die Menschen, die in verfestigter Langzeitarbeitslosigkeit lebten, gelte es auch in Zukunft, eine Mischung verschiedener Hilfsangebote vorzuhalten - auch einen "ehrlich steuerfinanzierten dritten Arbeitsmarkt".